Und es hat Baboom gemacht!

Und es hat Baboom gemacht!

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Kim Dotcom mag Musik ...

baboom

Kim Dotcom (Kim Schmitz) will nun mit einem Streamingdienst im web erneut durch starten. Dieser neue Dienst von ihm, nennt sich baboom und ist unter der Domain: baboom.com erreichbar.

Baboom ist leider nur in Englisch verfügbar aber dies wird sich vielleicht in Zukunft noch ändern. Mit keinen geringeren Anbietern, wie Spotify und iTunes will er mit seinem neuen Musik-Dienst konkurrieren. Dazu muss er aber noch mit den Rechteinhabern verhandeln, dessen Klagen er ja eigentlich jahrelang ignoriert hat.

Mit viel Baboom wollte er seinen neuen Online-Dienst präsentieren, doch dies geschah mit einer Blamage. In einem Stadion in Neuseeland erwartete Kim 25.000 Gäste und wollte gleich in seinen Geburtstag feiern und seine neue Internet-Partei vorstellen. Doch daraus wurde leider nichts, denn in Neuseeland ist es verboten mit einem Buffet seine eventuellen neuen Wähler zu fangen. Das Essen vermasselte ihn also diese geplante Feier, blöd gelaufen und irgendwie auch gar nicht so wirklich vorstellbar. Aber andere Länder, andere Gesetze.

Ihm blieb also nichts anderes übrig, als die Seite einfach online zu stellen und auf die Reaktionen im Netz zu warten. Bis jetzt findet man nur ein Musikwerk vor und zwar ein Album von Kim Dotcom selbst. Einige mögen es, andere nicht, ich finde es ganz gut. Dieses Album kann man hier kostenlos herunter laden. Er würde sich aber wünschen, dass man sein Werk kostenpflichtig bei der Konkurrenz (iTunes und Amazon) downloadet. Um zu beweisen, dass sein Konzept funktioniert, aha. In Neuseeland kam er mit seinem Album (9,99 Dollar) immerhin nach kurzer Zeit in die Bestseller Charts. Schon verrückt, für ein Album, welches man bei ihm kostenlos downloaden kann.


Kim Dotcom – Amazing


Was ich nicht wusste, dass Künstler durch Streaming so gut wie nichts verdienen. Aber verständlich, da es sich ja hier um Flats handelt und wenn ein User ca. 10 Euro pro Monat zahlt und sich ein Haufen Lieder anhört, bleibt für die einzelnen Künstler halt nicht viel hängen. Kim will es daher anders machen und verspricht Künstlern satte 90 Prozent der Gewinne. Einige Musik-Stars könnten es sich mittlerweile schon vorstellen, ihre Musik bei Baboom anzubieten. Große Musikverlage werden aber wahrscheinlich vorerst ablehnen, wenn man nach einigen Prognosen geht. Früher lebte Kim ja davon, dass lizenzierte Inhalte, kostenlos im Internet getauscht werden konnten. Daher ist es eher unwahrscheinlich, dass genau diese Verlage und Co. ihm jetzt vertrauen.

Bis jetzt findet man den Dienst noch in einer Demo, bis zum Ende des Jahres will er den Dienst endgültig startklar haben. Immerhin gibt es die Musik nicht nur als MP3 zum Download sondern auch mit richtig guter Qualität und zwar im FLAC Format, dass ist schon mal super.

Was ich cool finde, dass sich jeder Musiker und Band ein eigenes Profil mit Musik, Videos, Fotos und einer Kurzbiografie erstellen können. Wobei die Künstler selbst entscheiden dürfen, ob sie ihre Musik kostenlos oder kostenpflichtig anbieten. Dies würde eine gewisse Freiheit für die Interpreten bedeuten und könnte die Musikindustrie um einiges verändern, oder?

Zitat von Kim Dotcom: »Ich bin wirklich begeistert von Baboom. Ich kann es kaum erwarten, bis Künstler sehen, was ich für sie erschaffen habe. Ihre ganze Karriere kann auf Baboom verwaltet werden. Künstler hatten nie mehr Freiheit, Transparenz und Kontrolle«

Zur Zeit arbeiten 22 Entwickler an Baboom, und einige Millioen US-Dollar legte er zur Finanzierung zur Seite. Ursprünglich sollte dieser Dienst den Namen Megabox tragen, was ich aber nicht so cool gefunden hätte.

Wie der Umsatz zustande kommt, ist mir aber noch unklar, auf jeder Nachrichtenseite finde ich hier andere Infos vor. Die einen sagen, es gibt kostenlose und kostenpflichtige Musik. Die anderen meinen, es soll einfach durch Werbeeinblendungen finanziert werden. Und die dritte Möglichkeit, welche rechtlich eigentlich nicht möglich ist und hoffentlich auch nicht umgesetzt wird ist: Das man ein Browser-Plugin installiert, welche Werbeanzeigen auf Internetseiten gegen Werbung von baboom austauscht. Das wären ja dann wieder Einnahmen von anderen Webmastern und Bloggern, was eigentlich nicht legal sein dürfte und für meinen Geschmack zu dreist ist. Aber wie gesagt, ich habe einiges zu diesem Thema gelesen und bin mir nicht sicher, welches Geschäftsmodell am Ende wohl von ihm eingesetzt wird.

Schauen wir mal, wo Kim Dotcom in 2 Jahren mit seinem Online-Musik-Streaming Angebot steht. Fakt ist aber, wenn er etwas macht, macht dies sofort die Runde im Netz und verbreitet sich viral blitzschnell.