Share Economy – die Ökonomie des Teilens

Wo kommt sie her – wo geht sie hin?

Was heute hip und fast ein Buzzword geworden ist, ist in der Tat schon viel älter als das World Wide Web.

Die Vorläufer der Share Economy finden sich in der guten alten Welt schon seit kurz nach dem zweiten Weltkrieg als Tauschringe, Gastfreundschaftsnetzwerke, Nachbarschaftshilfe und grüne Nachhaltigkeitsinitiativen wie teilauto.

Was macht die Ökonomie des Teilens also plötzlich so interessant für die Öffentlichkeit? Nun ich denke, es ist, dass das Internet auch hier die Grenzen der alten Welt sprengt und neue Netzwerke jenseits von Zeit und Raum entstehen läßt.

Heute kann man dank des Webs problemlos mit jemandem am anderen Ende der Welt zum Beispiel eine DVD tauschen, ohne ihn jemals zu Gesicht zu bekommen.

Das gibt der Sache des Teilens eine völlig neue Dimension. In einer Welt der übernutzten Ressourcen ist die Idee des Teilens naheliegend.

Share Economy im Web begann als geteiltes Wissen

Share Economy selbst ist aber wiederum auch älter als ihre heutigen Erscheinungen in Form des Teilens von Gegenständen. Die Ökonomie des Teilens begann im Web schon mit der Geburt des Webs selbst, waren doch alle Inhalte frei zugänglich. Die nächste Stufe der Shareconomy war dann die Geburt des Web 2.0, des sogenannten Mitmachwebs, wo jedermann nicht mehr nur Empfänger von Wissen und Inhalten war, sondern selber zum Sender, zum Erschaffer von Inhalten und Wissen wurde. Berühmtestes Beispiel hierfür ist die Wikipedia.

Die Share Economy teilt sich also mindestens zwei Sphären auf: die materielle und die immaterielle. So gehören zur immateriellen Sphäre Dienste wie twitter oder youtube und die natürlich die wikipedia, aber auch weit weniger bekannte Projekte wie helpster, gutefrage oder werweisswas.

Da diese Websites inzwischen aber bereits zum kulturellen Allgemeingut gehören, sollen sie hier nicht weiter vorgestellt werden.

Wir werden einige Online Projekte dieser Art vorstellen, welche noch nicht allgemeiner Bestandteil der Webbewußtseins sind. Des Weiteren haben wir eine Auflistung mit Weblinks zu den meisten Online Share Economy Plattformen erstellt.

admin

Seit dem 12.10.2013 blogge ich hier auf webropolis. Ich interessiere mich für Shareconomy und Webanwendungen. Wenn Ihnen mein Artikel gefallen hat, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

Dieser Beitrag hat 4 Kommentare

  1. Stefan Staub

    Tauschnetzwerke wie z.B. give&get (www.giveandget.ch) im Kanton Zürich praktizieren die Shareconomy bereits seit längerer Zeit. Bei einem Tauschnetz (auch Zeitbörse genannt) geht es aber nicht primär um Gegenstände, die geteilt werden, sondern um Talente, Wissen, Können und. Know-how. Talente zu teilen und anderen Menschen unentgeltlich zur Verfügung zu stellen, um dafür auf Talente anderer Menschen in Lebensbereichen zählen zu dürfen, wo man selbst auf Hilfe und Unterstützung angewiesen ist, ist wohl die nächste Stufe, die in der Shareconmy auf kommerzieller Ebene entdeckt werden wird. Menschen, denen es nicht um den Kommerz, sondern um das wirkliche Teilen geht, sind bei den rund 40 Zeittauschbörsen in der Schweiz herzlich willkommen.

    1. Wolfram

      Hallo Stefan,
      vielen Dank für deinen Kommentar!
      Ich beobachte die Zeittauschbörsen schon seit längerer Zeit hier in Deutschland. Leider haben Sie bisher nicht so recht an Fahrt aufgenommen. Das liegt wohl daran, dass man auf seinen Erwerb Steuern zahlen muss.
      Und die sind in dann in Euro fällig. So darf man bei den Tauschringen für Arbeit immer nur Arbeiten anbieten, mit denen man nicht sein Einkommen bestreitet, weil es sonst als Erwerbsarbeit gilt und dann Steuern fällig werden.
      Das ist, denke ich auch der Grund, weshalb die vielen Regionalwährungen nicht so recht in Schwung kommen. Ich finde das sehr schade und hoffe, es ändert sich zukünftig etwas daran.

  2. Sven

    Die Shareconomy finde ich selbst sehr spannend. Es gibt aber auch ganz schön Gegenwind von etablierten Unternehmen. So geht die Hotellobby gehen die private Wohnungsvermittlung vor. Und auch die Autovermietungslobby macht Druck auf das private Carsharing.

    Auf lange Sicht wird sich das aber meiner Meinung nach mehr und mehr durchsetzten. 🙂

    Grüße aus Berlin

    1. Frank

      Das glaube ich auch Sven, dieser Markt wird sich in Zukunft sehr verändern.

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