Mitfahrgelegenheiten – kostengünstiges Verkehrsvergnügen

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mitfahrgelegenheiten

Als ich noch keine Kinder hatte, habe ich öfter Mitfahrgelegenheiten genutzt, um von der einen Stadt in die Andere zu kommen.

Das ging sowohl über ein geteiltes Zugticket (Sachsenticket, Wochenendticket) als auch über ein geteiltes Auto, bei dem man seinen Fahrtkostenanteil dem Fahrer bezahlte. Neben der Kostenersparnis hatte ich meist interessante Gespräche und neue Leute kennengelernt. Negative Erfahrungen habe ich damit nie gemacht. Die Plattform, die ich damals zum organisieren meiner Mitfahrgelegenheiten genutzt habe, ist die mitfahrgelegenheit.de. Da man früher als Fahrer öfter das Problem hatte, dass Mitfahrer kurzfristig absprangen, hat mitfahrgelegenheit schon vor einiger Zeit ein Buchungssystem eingeführt, damit die Fahrer dennoch zu ihrem Geld kommen.

mitfahrgelegenheiten2Ich scheine nicht der Einzige zu sein, dem diese Art des Reisens gefallen hat. So wirbt mitfahrgelegenheit.de mit „170.824 auf der Fahrt geschlossenen Freundschaften und wenigstens sechs Ehen, die durch gemeinsames Fahren gestiftet wurden“. Wenn das nicht sozial ist, weiss ich auch nicht weiter. Auch der Nachhaltigkeitseffekt scheint enorm zu sein – sowohl ökonomisch als auch ökologisch. So sparten Nutzer des Angebots wohl 720 Millionen  Euro und die Umwelt freut sich  über rund 530.000 Tonnen eingespartes CO2. Für Smartphone Fans gibt es natürlich auch eine Android und iPhone App, leider scheint es für Windows Phones noch keine App zu geben.

Bei meiner Recherche zu diesem Artikel habe ich festgestellt, dass es weit mehr Plattformen zu diesem Thema gibt, als nur die mitfahrgelegenheit.de.

Weitere Mitfahrgelegenheiten im Netz

Wobei mitfahrzentrale.de und mitfahrgelegenheit.de zusammengehören. Drive2day ist ausserdem unter den domains mitfahren.de und hitchhikers.de zu erreichen. Inzwischen scheinen wieder einmal einige Leute einen Markt entdeckt zu haben. So sind Daimler (mit 8 Millionen Euro) und der Risikokapitalgeber  EarlyBird bei mitfahrgelegenheit eingestiegen, welche nun seit April 2013 11% Vermittlungsgebühren auf  Strecken über 100km erhebt. Doch auch blablacar ist nicht frei von Risikokapitalgebern (Accel Partners).

Wen mann mitfahrgelegenheit.de  aufgrund der Vermittlungsgebühr nicht nutzen möchte, kann man die Mitfahrgelegenheitsuchmaschine fahrtfinder.net benutzen, sofern man sich nicht durch die einzelnen Plattformen arbeiten möchte.

Solltet ihr noch mehr Infos zu mitfahrgelegenheiten wünschen, wie etwa eine Vorstellung der Plattformen im Einzelnen, schreibt mir einfach einen Kommentar.